Accurate single viewmodel-based head pose estimation

single frauen künstliche befruchtung

Hallo,

ich bin 35 und Single. Einen Familie zu gründen - kein Glück! Nun will ich nicht mehr auf den richtigen Mann warten, um schwanger zu werden. Der könnte ja nie kommen. Und ich will aber Kinder, schon seit meinem 25. Lebensjahr.

In Deutschland kann man sich als Single-Frau leider nicht künstlich befruchten lassen. Bleibt also nur der Ausland. Aber Wo?

Ich würde mich über die Antworten von Frauen freuen, denen so ähnlich wie mir ergangen ist oder noch aktuell ergeht, die eine künstliche Befruchtung im Ausland gemacht haben. Bitte schreibt Eure Erfahrungen.

Vielen Dank!

Dein Browser kann dieses Video nicht abspielen.

Interessiert mich auch..
Ich weiß zwar nicht - und schon gar nicht aus eigener Erfahrung - wo das im Ausland geht, aber mich interessiert das auch und ich hab eine Arztpraxis in München empfohlen bekommen, wo das wohl auch geht... oder zumindest möglich ist, wie legal die das da machen weiß ich nicht.

Gefällt mir

Hier ein paar Empfehlungen
Es gibt wohl in Bayreuth eine Klinik, die das macht. Sie heißt Klinik am Hofgarten. Sehr teuer. Aber näher.

Aber ich kann euch Dänemark empfehlen. Eine Freundin von mir macht das in der Vitanova Klinik (heißt die glaube ich) in Kopenhagen.

Es gibt auch noch die Storkklinik in Kopenhagen (die machen aber keinen Ultraschall und liegen etwas ungünstig, es herrscht aber eine nette Atmosphäre und die führen Insemination auch bei sarah singley boston college Singles und lesbischen Paaren durch)

Eine günstigere Alternative wäre die Sellmer Klinik (sie liegt in der Nähe eines Shoppingcenters und es gibt Parkmöglichkeiten und Hotels in der Nähe, außerdem führen die einen Ultraschall durch und sagen dir, ob der Zeitpunkt gut ist. Atmosphäre gemütlich und familiär.

In Dänemark sind die Behandlungen auf jeden Fall wesentlich günstiger, aber es ist eben auch umständlich dort hinzukommen. Ich persönlich (auch Single) habe bereits mehrere Versuche hinter mir. Leider erfolglos. Ich war in der Stork und der Sellmer und würde persönlich letztere weiter empfehlen. Momentan warte ich wieder darauf, dass ich testen darf.

Vielleicht kann man sich ja auch über PN mal austauschen.

Viel Erfolg euch beiden! Es ist schon ein mutiger Schritt, den sicher nicht jeder geht und der oft auch von vielen nicht mitgetragen wird. Ich habe hier das Glück sehr viel Unterstützung zu erfahren. Trotzdem leicht ist es nicht.

Liebe Grüße

Gefällt mir

Dänemark
Hi,

ich überlege auch auf diesem Wegen schwanger zu werden. Die Klinik in Kopenhagen soll mir dabei helfen.

Ich würde mich freuen, wenn Du mir über Deine Erfahrungen berihtetst. We läuft die gesamte Behandlung ab. Was kostet es? Wieviele Versuche sin in der Regel notwendig?

Gefällt mir

In Antwort auf lalelu210

Hier ein paar Empfehlungen
Es gibt wohl in Bayreuth eine Klinik, die das macht. Sie heißt Klinik am Hofgarten. Sehr teuer. Aber näher.

Aber ich kann euch Dänemark empfehlen. Eine Freundin von mir macht das in der Vitanova Klinik (heißt die glaube ich) in Kopenhagen.

Es gibt auch noch die Storkklinik in Kopenhagen (die machen aber keinen Ultraschall und liegen etwas ungünstig, es herrscht aber eine nette Atmosphäre und die führen Insemination auch bei Singles und lesbischen Paaren durch)

Eine günstigere Alternative wäre die Sellmer Klinik (sie liegt in der Nähe eines Shoppingcenters und es gibt Parkmöglichkeiten und Hotels in der Nähe, außerdem führen die einen Ultraschall durch und sagen dir, ob der Zeitpunkt gut ist. Atmosphäre gemütlich und familiär.

In Dänemark sind die Behandlungen auf jeden Fall wesentlich günstiger, aber es ist eben auch umständlich dort hinzukommen. Ich persönlich (auch Single) habe bereits mehrere Versuche hinter mir. Leider erfolglos. Ich war in der Stork und der Sellmer und würde persönlich letztere weiter empfehlen. Momentan warte ich wieder darauf, dass ich testen darf.

Vielleicht kann man sich ja auch über PN mal austauschen.

Viel Erfolg euch beiden! Es ist schon ein mutiger Schritt, den sicher nicht jeder geht und der oft auch von vielen nicht mitgetragen wird. Ich habe hier das Glück sehr viel Unterstützung zu erfahren. Trotzdem leicht ist es nicht.

Liebe Grüße

Lalelu
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns austauschen können. Leider kenn ich mich hier nicht besonders gut aus. Evtl. kannst Du mir Deine eMail oder Handynummer hinterlassen. Ich würde Dich dann partnersuche mit handicap kostenlos direkt anschreiben

Gefällt mir

In Antwort auf brustv

Lalelu
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns austauschen können. Leider kenn ich mich hier nicht besonders gut aus. Evtl. kannst Du mir Deine eMail oder Handynummer hinterlassen. Ich würde Dich dann direkt anschreiben

Brustv
Hallo, ich schreib dir gleich eine Nachricht mit meiner Mailadresse. Dann können wir uns auch per Mail austauschen.

LG Lalelu

Gefällt mir

Samenspende auch in Deutschland
Hallo Ihr!

Man kann sich auch in Deutschland als Single mit Spendersamen behandeln lassen. Googelt zB mal nach der Samenbank Berlin (NICHT Berliner Samenbank, das ist eine andere). Die kooperieren mit diversen Arztpraxen, kann man dort erfragen, und die verkaufen auch Sperma an Single-Frauen.

Viel Erfolg bei der Familienplanung!
3siberia

Gefällt mir

In Antwort auf lalelu210

Hier ein paar Empfehlungen
Es gibt wohl in Bayreuth eine Klinik, die das macht. Sie heißt Klinik am Hofgarten. Sehr teuer. Aber näher.

Aber ich kann euch Dänemark empfehlen. Eine Freundin von mir macht das in der Vitanova Klinik (heißt die glaube ich) in Kopenhagen.

Es gibt auch noch die Storkklinik in Kopenhagen (die machen aber keinen Ultraschall und liegen etwas ungünstig, es herrscht aber eine nette Atmosphäre und die führen Insemination auch bei Singles und lesbischen Paaren durch)

Eine günstigere Alternative wäre die Sellmer Klinik (sie liegt in der Nähe eines Shoppingcenters und es gibt Parkmöglichkeiten und Hotels in der Nähe, außerdem führen die einen Ultraschall durch und sagen dir, ob der Zeitpunkt gut ist. Atmosphäre gemütlich und familiär.

In Dänemark sind die Behandlungen auf jeden Fall wesentlich günstiger, aber es ist eben auch umständlich dort hinzukommen. Ich persönlich (auch Single) habe bereits mehrere Versuche hinter mir. Leider erfolglos. Ich war in der Stork und der Sellmer und würde persönlich letztere weiter empfehlen. Momentan warte ich wieder darauf, dass ich testen darf.

Vielleicht kann man sich ja auch über PN mal austauschen.

Viel Erfolg euch beiden! Es ist schon ein mutiger Schritt, den sicher nicht jeder geht und der oft auch von vielen nicht mitgetragen wird. Ich habe hier das Glück sehr viel Unterstützung zu erfahren. Trotzdem leicht ist es nicht.

Liebe Grüße

Sellmer Klinik
Hi
Dein Beitrag ist zwar schon eine Weile her, ich bin aber auf ihn aufmerksam geworden, weil ich selber kürzlich in der Sellmer Klinik war. Wie ist es bei dir weitergegangen? Würde mich sehr über einen Austausch freuen.
Lieber Gruss
Ariane

Gefällt mir

In Antwort auf ariawe

Sellmer Klinik
Hi
Dein Beitrag ist zwar schon eine Weile her, ich bin aber auf ihn aufmerksam geworden, weil ich selber kürzlich in der Sellmer Klinik war. Wie ist es bei dir weitergegangen? Würde mich sehr über einen Austausch freuen.
Lieber Gruss
Ariane

Hey
was für single frauen aus darmstadt ein Zufall. Ich schaue sonst fast nie hier vorbei und heute dachte ich mal gucken, ob sich etwas getan hat.

Bei mir ging es ernüchternd weiter. Ich habe mittlerweile den 6. erfolglosen Versuch hinter mir. Das letzte mal war ich diesen Mai in der Sellmer, aber es hat wieder nicht geklappt.

Bei mir wurde vor kurzem PCOS diagnostiziert. Das heißt ich habe nur sehr selten Eisprünge. Nun werde ich wohl mit Hormonen stimulieren müssen oder auf eine IVF-Behandlung umsteigen. Es ist alles ein sehr belastender Prozess, weil es sich bei mir jetzt schon über fast vier Jahre zieht.

Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und Kraft!

Wie sind deine Erfahrungen?
LG Lalelu

Gefällt mir

In Antwort auf lalelu210

Hey
was für ein Zufall. Ich schaue sonst fast nie hier vorbei und heute dachte ich mal gucken, ob sich etwas getan hat.

Bei mir ging es ernüchternd weiter. Ich habe mittlerweile den 6. erfolglosen Versuch hinter mir. Das letzte mal war ich diesen Mai in der Sellmer, aber es hat wieder nicht geklappt.

Bei mir wurde vor kurzem PCOS diagnostiziert. Das heißt ich habe nur sehr selten Eisprünge. Nun werde ich wohl mit Hormonen stimulieren müssen oder auf eine IVF-Behandlung umsteigen. Es ist alles ein sehr belastender Prozess, weil es sich bei mir jetzt schon über fast vier Jahre zieht.

Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und Kraft!

Wie sind deine Erfahrungen?
LG Lalelu

Dänemark
Hallo Lalelu
Ich war erst einmal in der Sellmer. Hab mir überlegt, nach dem 3. oder 4. Versuch dann auch eine IVF in Betracht zu ziehen.
Würde gerne mehr von deinen Erfahrungen hören,
schreib mir doch sonst persönlich auf
arianewellauer@yahoo.de
würde mich freuen

Gefällt mir

In Antwort auf ariawe

Sellmer Klinik
Hi
Dein Beitrag ist zwar schon eine Weile her, ich bin aber auf ihn aufmerksam geworden, weil ich selber kürzlich in der Sellmer Klinik war. Wie ist es bei dir weitergegangen? Würde mich sehr über einen Austausch freuen.
Lieber Gruss
Ariane

Hallo
Wollt mal fragen ob die Sellmer Klinik zu empfehlen ist?
Ich überlege auch dorthin zu fahren aber bin noch sehr unsicher. Hat es bei Dir denn partnersuche mit handicap kostenlos gleich geklappt?
Lg

Gefällt mir

Hallo
Soweit ich weiß gibt es in Deutschland zumindest die Möglichkeit der privaten Samenspende. Genaueres kann ich leider nicht sagen, da ich von meinem Mann schwanger bin. Aber soweit ich informiert bin kann man sich auf privaten Internetadressen einen Spender aussuchen, die auch an Singlefrauen spenden(Vaterschaft wird entsprechend geklärt und evtl. Unterhaltsforderungen gerichtlich ausgeschlossen). Wie teuer der ganze Spaß ist kann ich nicht sagen. Aber versuchen schadet ja nicht. Liebe grüße und viel Erfolg Kittiie

Gefällt mir

In Antwort auf kittiie19

Hallo
Soweit ich weiß gibt es in Deutschland zumindest die Möglichkeit der privaten Samenspende. Genaueres kann ich leider nicht sagen, da ich von meinem Mann schwanger bin. Aber soweit ich informiert bin kann man sich auf privaten Internetadressen einen Spender aussuchen, die auch an Singlefrauen spenden(Vaterschaft wird entsprechend geklärt und evtl. Unterhaltsforderungen gerichtlich ausgeschlossen). Wie teuer der ganze Spaß ist kann ich nicht sagen. Aber versuchen schadet ja nicht. Liebe grüße und viel Erfolg Kittiie

Biete samenspende
Ich Spende mein Samen schon lange per Becher oder natürlich Methode. Ich verlange immer nur 10 Euro und ich werde auch oft von Frauen oder Paaren angeschrieben.falls jemand Interesse hat kann sich gern melden unter 01784045905

Gefällt mir

   

Single-Frau mit Babywunsch

Stellen Sie sich vor, Sie sind Mitte dreißig. Sie haben einen super, einen tollen Mann. Kinder? Na klar, aber erst in zwei Jahren, so Ihre Planung. Doch dann lässt Ihr Mann Sie sitzen. Plötzlich und unerwartet. Aus der Traum vom lebenslangen Glück mit ihm – und vom gemeinsamen Kind.

Einen neuen Partner finden Sie bestimmt. Vielleicht sogar noch rechtzeitig, bevor die biologische Uhr stehen bleibt. Vielleicht aber auch nicht. Und dann? Soll das wirklich bedeuten, dass Sie nie Mutter werden konnten, nur weil Ihr Mann Sie verließ? Ist es wirklich fair, dass der Traum vom Mutterglück abhängig davon sein soll, ob und wann sich Mr. Right blicken lässt?

 

Schwanger durch künstliche Befruchtung

Nein, fand Schauspielerin Mónica Cruz. Die Schwester von Hollywood-Star wollte nicht still sitzen und auf den Traummann warten. Um dann womöglich festzustellen, dass es zu spät für ein Kind gewesen wäre. „Das hätte mich zur unglücklichsten Frau der Welt gemacht“, schrieb die 36-Jährige vor einigen Monaten in einem Blog der spanischen Zeitung „El País“.

Deshalb sorgte sie vor und wurde Mitte Mai Mutter. Als Single-Mum. Über den Vater müsse nicht spekuliert werden, sagte sie. Sie sei mit künstlicher Befruchtung schwanger geworden. Alleinstehend und schwanger durch künstliche Befruchtung? In Spanien geht das. Ebenso wie in vielen anderen Ländern. Aber nicht in Deutschland, zumindest nicht ohne Weiteres.

 

Armes Baby

Hier birgt das Thema noch mehr Konfliktpotenzial als die Homoehe. Eine Frau will freiwillig alleinerziehende Mutter werden? Armes Baby! Auf den Internetseiten deutscher Klatschzeitschriften erntete Mónica Cruz böse Kommentare: „Sie kaufte sich ein Kind!“ war noch das Netteste, was da stand.

 

Das Mama-KindThinkstock

Tabu in Deutschland

Denn die neuen Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung verletzen hierzulande ein Tabu. In anderen Ländern ist dieser Weg zwar noch nicht alltäglich, aber akzeptiert. Vor allem in den USA geht man locker um mit der assistierten Reproduktion, wie sie auch heißt.

macht längst seichte Komödien aus dem Thema: Im Film „Switch“ feiert Jennifer Aniston als 40-jährige Singlefrau eine Besamungsparty mit Freunden und dem erwählten Spender. In „Plan B für die Liebe“ lernt Jennifer Lopez unmittelbar nach der künstlichen Befruchtung ihren „Mr. Right“ kennen. Und kaum ist der Film zu Ende, fragen sich viele deutsche : Würde ich auch, wenn ich dürfte?

 

Die biologische Uhr tickt

Das Hauptproblem ist bekannt: „Die biologische Uhr tickt“, sagt man, wenn der Kinderwunsch größer und die Chance schwanger zu werden immer kleiner wird. Wenn weibliche Singles verkrampft auf Männerfang gehen und die anvisierten Partner überfordert die Flucht ergreifen.

Von der „Rushhour des Lebens“ sprechen Experten und meinen die Phase zwischen 30 und 40, wenn Frauen alles hinkriegen müssen – oder denken, dass sie es müssten: eine leitende Position besetzen, den Traummann finden, eine Familie gründen. Doch die Natur hat nun mal unerbittliche Grenzen.

 

Familie ohne Vater

Was ist also moralisch so verwerflich daran, wenn Frauen ihr Wunschkind ohne Partner bekommen? Ein Kind braucht einen Vater, so das wichtigste Argument. Dabei werden jedoch zwei Tatsachen außer Acht gelassen: Erstens könnte ein Vater oder eine Vaterfigur ja später noch dazukommen. Es wäre dann nur nicht die gewohnte Reihenfolge.

Zweitens weiß man doch nur zu gut, dass die traditionelle Kombination Mutter-Vater-Kind kein Glücksgarant ist. In Deutschland ist heute fast jede fünfte Mutter alleinerziehend. Das bedeutet: Viele Kinder wachsen in alternativen Familienformen auf. Männliche Bezugspersonen finden sie in Patchwork-Konstellationen oder im Freundeskreis.

 

Das Mama-KindThinkstock

 

Sex ohne Garantieschein

Dennoch bleibt der fehlende Vater für Single-Frauen der Grund, warum sie in den meisten Kinderwunsch-Praxen hören: „Tut uns leid, aber wir können nichts für Sie tun.“ Seit 2006 gibt eine Richtlinie der Bundesärztekammer den deutschen Reproduktionsmedizinern vor, Frauen ohne männlichen Partner nicht mit künstlicher Befruchtung zu helfen.

Selbst bei unverheirateten Paaren rät die Kammer zur Vorsicht – „sie erklärt sich aus dem Ziel, dem so gezeugten Kind eine stabile Beziehung zu beiden Elternteilen zu sichern“, heißt es in der Richtlinie. Leider ignoriert die Richtlinie den vielleicht wichtigsten Aspekt: Wo bitte auf der Welt gibt es für Kinder, wie auch immer sie gezeugt wurden, diese Sicherheit?

 

Gleichbehandlung für Single-Frauen

Kein Ultraschallbild zeigt an, wie die Zukunft der gerade heranwachsenden Person aussehen wird. Kann es nur ansatzweise gerecht sein, Single-Frauen den Zugang zur modernen Medizin zu verwehren? „Ich halte diese Restriktionen für falsch“, sagt die Politikwissenschaftlerin Anja Karnein, die sich in ihrem soeben erschienenen Buch „Zukünftige Personen“ (Suhrkamp) mit dem Thema befasst: „ sollte es aus Gründen der Gleichbehandlung nicht erschwert partnersuche mit handicap kostenlos werden, reproduktive Hilfe zu erhalten.“

Bei Paaren, die sich ohne Arzt ihren Kinderwunsch erfüllen, werde doch auch nicht überprüft, ob sie bestimmten Qualitätskriterien genügen, also ob sie nicht doch vielleicht schon zu alt sind. Wenn aus dem auf dem Küchentisch neues Leben entsteht, dann ist vorher oft nicht mal die Basisfrage geklärt: Wollen wir überhaupt ein Kind? Genau jetzt?

 

Spendersuche auf eigene Faust

Der Reproduktionsmediziner Bernd Lesoine hält die Vorgaben der Bundesärztekammer für total überholt. Das „Modell Ehe“ sei nicht notwendig, um Kinder großzuziehen. Viele Frauen seien auch ohne Mann sehr wohl in der Lage dazu. Die Richtlinie der Bundesärztekammer sieht er als „Empfehlung“, an die er sich nicht halten müsse.

Jeden Monat sucht durchschnittlich eine Alleinstehende seine Kinderwunschpraxis auf: „Aber nicht jede kann behandelt werden“, sagt Lesoine. Denn es sei für diese Frauen nicht nur schwer einen Arzt zu finden, der ihnen hilft – sei es mit Insemination oder In-vitro-Fertilisation (also der Befruchtung im Glas). Sie müssten sich auch selbst um die Spermien kümmern.

Das Mama-KindWenn
Mónica Cruz
 

Lieferung der Samenbank

In Deutschland lieferten Samenbanken aber schon immer ungern an Single-Frauen. Seit Februar dieses Jahres hat sich das noch verschärft: Da gab das Oberlandesgericht Hamm der Tochter eines anonymen Samenspenders Recht und verurteilte eine Reproduktionsklinik, den Namen des genetischen Vaters preiszugeben.

Mit der Begründung, es gehöre zu den Persönlichkeitsrechten jedes Menschen, seine Herkunft zu erfahren. Ist die Anonymität passé, bedeutet das für die Praxis: „Viele stellen ihren Samen für Single-Frauen nicht mehr zur Verfügung“, sagt Lesoine. Sie fürchten Unterhalts- und Erbansprüche, wenn kein anderer Mann die Vaterschaft übernehme.

 

Im Reproduktions-Traumland

Single-Frauen mit Kinderwunsch bleiben also nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie angeln sich auf privater Ebene einen Spender oder sie weichen auf Samenbanken im Ausland aus. In Dänemark, Holland und den Vereinigten Staaten herrscht wegen liberaler Gesetze eifriger Reproduktions-Tourismus.

Dort gibt es sogar eine „offene Spende“ von Männern, die bereit sind, ihre Identität alleinstehenden Müttern preiszugeben, weil sie in ihren Ländern von der Unterhaltspflicht befreit sind. „Die Mehrheit wünscht sich, dass ihr Kind später erfahren kann, wer der biologische Vater ist“, sagt Lesoine.

 

Anonymer Papa

Wissenschaftlerin Karnein ist zwar für das Informationsrecht der Kinder und gegen die anonyme Samenspende, aber sie besteht darauf, „dass Single-Frauen eine künstliche Befruchtung nicht erschwert oder verwehrt werden sollte“.

Das Baby von Mónica Cruz ist nun wenige Wochen alt. Es ist ein Mädchen. Eines, das seinen genetischen Erzeuger vielleicht nie kennenlernen, aber bestimmt irgendwann einen sorgenden Adoptivvater haben wird. Vor allem aber ist es ein Mädchen, für das sich die Mutter bewusst entschieden hat. Es wurde ersehnt. Ein Glück, das es spüren wird – und das viele Kinder, die auf „normalem“ Weg gezeugt wurden nicht haben.

Anya Steiner hat selbst mithilfe einer Samenspende ein Kind bekommen. Die 45-Jährige arbeitet als Lektorin und betreut ein Internet-Forum für Frauen, die zwar ein Kind haben möchten, aber keinen passenden PartnerAnya Steiner hat selbst mithilfe einer Samenspende ein Kind bekommen. Die 45-Jährige arbeitet als Lektorin und betreut ein Internet-Forum für Frauen, die zwar ein Kind haben möchten, aber keinen passenden Partner

Anya Steiner hat selbst mithilfe einer Samenspende ein Kind bekommen. Die 45-Jährige arbeitet als Lektorin und betreut ein Internet-Forum für Frauen, die ein Kind haben möchten, au...ch wenn der passende Partner fehlt

Quelle: Ch. Links Verlag

Frauen ohne passenden Partner stellen sich irgendwann die Frage, ob sie weiter auf den Richtigen warten wollen oder alleine Kinder großziehen. Die Samenspende eröffnet ihnen ganz neue Perspektiven.

Anzeige

Das Gemeine an der Natur ist, dass Frauen irgendwann keine Kinder mehr bekommen können. Ab einem gewissen Zeitpunkt ist Schluss mit der Eizell-Reserve. Frauen ab Mitte 30 wissen das. Doch was tun, wenn der richtige Mann fehlt? Weiter auf einen Partner warten, auch auf die Gefahr hin, dann zu alt fürs Kinderkriegen zu sein?

Immer mehr Singlefrauen entscheiden sich deshalb, alleine eine Familie zu gründen – entweder durch oder die Aufnahme eines, aber die meisten werden mithilfe einer Samenspende schwanger. Auch bei der Berliner Autorin Anya Steiner war das der Fall. Im Alter von 36 Jahren beschloss sie, sich lieber erst einmal um ein Kind statt einen Mann zu kümmern.

Heute ist Anya Steiner Mutter einer Tochter, 45 Jahre alt und betreut ein für Singlefrauen, die vor ähnlichen Entscheidungen stehen. Sie hilft ihnen dabei, dem Wunschkind näher zu kommen. In ihrem neuen Buch „Mutter, Spender, Kind“ (Ch. Links Verlag, 16,90 Euro) schildert sie, wie alleinstehende Frauen überhaupt an eine Samenspende gelangen können, mit welchen Vorbehalten und Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben – und warum die Erkenntnis, dass für ein Kind nicht unbedingt ein Partner notwendig ist, so befreiend wirkt.

Anzeige

Die Welt: Wer Ihr Buch liest, könnte das Gefühl bekommen, Männer seien überflüssig geworden?

Anya Steiner: Keineswegs. Ein Kind wird nie ohne Mann entstehen können. Der hauptsächliche Grund, warum sich Frauen für den Weg entschieden haben, auch als Single eine Familie zu gründen, ist nicht der, dass sie keine Männer mögen oder Männer unwichtig finden. Es ist vielmehr so, dass sie einen Kinderwunsch haben, aber keinen Partner, der diesen mitträgt.

Die Welt: Das heißt, die Frauen hatten keine andere Wahl?

Anzeige

Steiner: Diese Frauen kommen irgendwann an den Punkt, an dem sie sich überlegen müssen: Ist der Kinderwunsch so wichtig, dass ich andere Möglichkeiten in Betracht ziehe oder muss ich mich davon abhängig machen, dass ich – solange ich noch Kinder bekommen kann – einen Mann finde, der da mitmacht. Und einige sagen sich dann: Gut, für den Kinderwunsch habe ich nur eine begrenzte Zeit, für eine Partnerschaft theoretisch immer. Also gehe ich erst einmal den Kinderwunsch an. Und wenn es sich gut trifft, begegne ich dem Mann immer noch später.

Die Welt: Sie haben geschrieben, dass es für Sie selbst eine sehr befreiende Erkenntnis war, dass man Kinderwunsch und Partnerschaft voneinander getrennt angehen kann.

Steiner: Viele Frauen sind jahrelang in dieser Stresssituation, dass sie ein Kind möchten, aber trotz vieler Dates keinen Partner finden oder einen Partner haben, der sagt: vielleicht später mal. Und man weiß nicht so richtig, wann dieses später oder vielleicht sein wird. Wenn man dann zu der Erkenntnis kommt, dass sich das voneinander entkoppeln lässt, dann nimmt das diesen Druck raus und bietet neue Möglichkeiten. Die Frauen können sich neu überlegen, was sie möchten – ohne dass sie sich von einem anderen Menschen abhängig machen müssen.

Die Welt: Das sagt sehr viel über den Zustand heutiger Partnerschaften aus.

Steiner:  Wir sind heute alle stärker von unseren eigenen Wünschen geprägt. Jeder Partner hat seine eigenen Ziele, seine eigenen Prioritäten. Wir sind viel weniger bereit, Kompromisse einzugehen – nur um eine heile Familie zu spielen. Jedem ist wichtig, den eigenen Lebensentwurf umzusetzen.

Die Welt:  Um sich dann einen Kindsvater aus dem Katalog aussuchen zu können?

Steiner: Das ist oft eine Unterstellung, die den Frauen gemacht wird, wenn sie zur Samenbank gehen: dass sie ein Designer-Baby bestellen. Das würde ich völlig verneinen. Wenn Frauen sich an eine Samenbank wenden, dann ist das für die meisten ein Mittel zum Zweck, ihr Ziel zu erreichen.

Die Welt: Warum dann kein One-Night-Stand, sondern die komplizierte Variante?

Steiner: Die Frauen, die ein Kind möchten und eine Samenspende in Anspruch nehmen, wollen nicht lügen. Und sie wollen ihrem Kind auch eine andere Entstehungsgeschichte vermitteln. Sie wollen nicht sagen: Ich war betrunken und wusste nicht, was ich tat. Oder: Ich war zu doof zum Verhüten. Nein, sie möchten ihrem Nachwuchs sagen können: Du warst ein Wunschkind, ich habe sehr viel dafür getan, um dich zu bekommen. Das ist eine Frage des Respekts gegenüber dem Kind, aber auch dem Mann.

Die Welt: Dieser Alleingang hat aber auch eine Kehrseite: Die Frauen tragen dann die Verantwortung ganz allein.

Anzeige

Steiner: Auf jeden Fall. Aber sie sind deutlich besser vorbereitet, als so manche Alleinerziehende, die ein Kind in einer Partnerschaft bekommen hat, die dann plötzlich zerbricht.

Die Welt: Warum?

Steiner: Singlefrauen überlegen sehr genau vorher, ob sie ein Kind bekommen können. Sie haben Respekt vor der Aufgabe und wissen, dass es schwierig wird. Sie fragen sich, ob sie das finanziell, psychisch, organisatorisch schaffen. Sie setzen sich ja auch intensiv damit auseinander, was für eine Samenspende sie verwenden wollen, also zum Beispiel eine anonyme Spende oder eine, bei der das Kind später die Möglichkeit hat, den Vater kennenzulernen. Oder suchen sie sich lieber jemanden – zum Beispiel aus dem Freundeskreis –, der aktiv eine Vaterrolle ausfüllen möchte?

Die Welt: Mit welchen Schwierigkeiten muss eine Singlefrau rechnen, die eine Familie gründen möchte?

Steiner: Viele empfinden es als anstrengend, dass die rechtliche Lage in Deutschland so ungeklärt ist. Es gibt zum Beispiel Richtlinien der Bundesärztekammer, die besagen, dass Ärzte eine künstliche Befruchtung nur bei verheirateten Paaren durchführen sollen. Dann liegt es im Ermessen des Arztes, wie er das auslegt. Viele Ärzte lehnen es deshalb ab, alleinstehende Frauen zu behandeln. Gerade nach solchen Erfahrungen fühlen sich Frauen nicht ernst genommen in ihrem Kinderwunsch.

Die Welt: Sie schreiben in Ihrem Buch auch über das Problem, dass Ämter bei Spenderkindern Schwierigkeiten wegen des Unterhalts machen.

Steiner: Ja. In Deutschland ist es so, dass der Verursacher einer Schwangerschaft unterhaltspflichtig ist. Da kommen dann schnell Fragen auf, was denn nun der Samenspender ist oder der Arzt, der eine künstliche Befruchtung durchgeführt hat – wer von beiden ist für die Schwangerschaft verantwortlich und müsste theoretisch verklagt werden? Oder doch der Samenspender, obwohl ihm vorher zugesagt wurde, dass er mit keinerlei Konsequenzen zu rechnen hat? Da gibt es keine Klarheit. Die Politik hinkt dem ganzen Thema hinterher, ohne der Realität Rechnung zu tragen.

Die Welt: Wie erklären Sie Ihrem eigenen Kind, wie es entstanden ist?

Anzeige

Steiner: Mein Kind ist jetzt sechs Jahre alt. Und natürlich sprechen wir darüber. Ich erkläre meiner Tochter dann immer, dass ich gerne ein Kind wollte, aber keinen Papa hatte, der auch gerne ein Kind wollte. Deshalb habe ich jemanden gefragt, der mir geholfen hat. Mit diesem Tenor beginnen die meisten Aufklärungsgespräche, also dass es einen Menschen gab, der geholfen hat, den Wunsch der Mama umzusetzen. Aber dass dieser Mann kein Papa im herkömmlichen Sinn ist, weil er kein Papa ist, der ein Kind aus der Kita holt oder mit seinem Kind spielt.

Die Welt: Würden Sie noch mal so ein Kind bekommen?

Steiner: Klar.

Die Welt: Auch mit Ihren heutigen Erfahrungen?

Steiner: Es ist möglicherweise leichter, gemeinsam eine Familie zu gründen. Aber ich würde auf jeden Fall immer wieder ein Kind bekommen. Ich hätte gerne noch mehr Kinder, aber ich habe leider zu spät angefangen.

Zahra Doe Morbi gravida, sem non egestas ullamcorper, tellus ante laoreet nisl, id iaculis urna eros vel turpis curabitur.

3 Comments

Zahra Doejune 2, 2017
Morbi gravida, sem non egestas ullamcorper, tellus ante laoreet nisl, id iaculis urna eros vel turpis curabitur.
Zahra Doejune 2, 2017
Morbi gravida, sem non egestas ullamcorper, tellus ante laoreet nisl, id iaculis urna eros vel turpis curabitur.
Zahra Doejune 2, 2017
Morbi gravida, sem non egestas ullamcorper, tellus ante laoreet nisl, id iaculis urna eros vel turpis curabitur.

Leavy Reply

Your Name (required) Your Name (required) Your Message