Mann sucht behinderte frau

eigentlich will ich single sein

Viele Menschen haben große Angst davor, nach einer Trennung wieder Single zu sein. Wenn alle anderen sich mit dem Partner eigentlich will ich single sein treffen oder aber lustige Pärchenabende veranstalten, sitzt Du alleine in der Wohnung? Insbesondere die Urlaubszeit oder die Wochenenden bereiten gerade „frisch gebackenen Singles“ Bauchschmerzen. Wieder ein Wochenende alleine. Keine Ablenkung durch Beruf oder Uni, sondern die totale Konfrontation mit dem Alleinsein – bzw. damit, ohne Partner zu sein.

Das Wichtigste vorweg: diese Angst davor, Single zu sein, ist völlig normal, denn unbekannte Situationen können uns ängstigen. Es kommt jetzt darauf an, dass Du Dich langsam damit anfreundest, Singe zu sein und dem auch immer mehr positive Seiten abgewinnen kannst.

Doch anstatt am Wochenende alleine auf dem Sofa zu sitzen und Trübsal zu blasen, solltest Du Dir überlegen, was Du mit Deiner Zeit Sinnvolles anfangen kannst. Denn endlich hast Du Zeit dafür. Du hast Zeit für all das, was Dich interessiert – und so groß die Traurigkeit über das Single-Dasein auch sein mag, Du wirst niemandem weismachen können, dass es nichts gibt, was Dich interessiert … eigentlich will ich single sein

Du solltest Deine Aufmerksamkeit auf Dich selbst richten und all das tun, was Du schon immer einmal tun wolltest, was Du bisher immer aufgeschoben hast, oder aber eben das, was Du einfach gerne tust – unabhängig davon, ob Dich dabei jemand begleitet oder nicht. Tu es für Dich selbst – und für niemanden sonst.

Zu akzeptieren, Single zu sein bedeutet, seine volle Aufmerksamkeit endlich einmal auf sich selbst zu richten und all das Wunderbare, was Du ansonsten vielleicht für jemanden anderes getan hättest, nun für Dich selbst zu tun. Es bedeutet, auf seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu hören und sich selbst besser kennenzulernen. Also, worauf wartest Du noch?

Manchmal sind es auch die anderen, die Singles einreden wollen, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. „Mit Dir kann ja etwas nicht ganz richtig sein, wenn Du schon so lange Single bist.“ Selbstzweifel entstehen, „Ich bin nicht gut genug“, „Ich bin nicht wichtig“ sind Sätze, die sich nach einiger „ungewollter“ Single-Zeit festsetzen. Bin ich beziehungsunfähig? Ebenfalls eine Frage, die viele Singles beschäftigt.

Es gibt insbesondere in Großstädten einen immer größer werdenden Prozentsatz von Singles und dennoch müssen sie sich nicht selten für ihre Lebensform rechtfertigen. Offenbar kann sich niemand vorstellen, dass es durchaus für einen bestimmten Lebensabschnitt sogar ganz wunderbar und beglückend sein kann, alleine, ohne Partner zu leben. Einen Partner zu haben, bedeutet für viele offensichtlich noch immer, etwas „geschafft“ zu haben – einen Teil des eigenen Lebensziels erreicht zu haben. Auch wenn die Beziehung mehr schlecht als recht ist, man sich eigentlich nicht mehr glücklich und erfüllt fühlt – ist man „immerhin“ mit einem Partner zusammen. Die Angst vor dem Alleinsein und dem Single-Leben hält viel zu viele Menschen in unerfüllten Beziehungen.

Doch das Single-Leben ist keine Krankheit, eigentlich will ich single sein sondern einfach eine Zeit, in der man ohne Partner lebt und ganz viel Zeit hat, sich selbst besser kennenzulernen:

  • Nimm Dir Zeit dafür, Deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse kennenzulernen. Was macht Dich wirklich glücklich? Und was eher weniger? Was gefällt Dir an Dir selbst? Und was nicht? Was in Deinem Leben ist Dir wichtig? Nach was für Aktivitäten geht es Dir wirklich gut?
  • Interessen ausleben und Interessen entwickeln. Du kannst Dich in der Single-Zeit Aktivitäten widmen, die bisher immer zu kurz gekommen sind. Einer Sportart? Einem Malkurs? Einem Sprachkurs? Endlich einmal wieder Zeit haben zum Lesen oder für den Besuch eines Konzerts. Eigenen Interessen nachzugehen, kann etwas sehr Befriedigendes sein – und zum anderen macht es Dich auch für andere Menschen interessant, denn wer Interessen hat, ist interessant.
  • Lerne außerdem, „Nein“ zu sagen und Dich abzugrenzen. Du musst nicht zu jeder Veranstaltung mitgehen oder jede Verabredung dankend annehmen, nur weil Du Single bist. Höre stattdessen auf Deine eigenen Wünsche – wonach ist Dir heute? Überlege, was Dir wirklich wichtig ist und was Du vielleicht einfach aus Macht der Gewohnheit mit Dir herumschleppst. Es wird Zeit, sich davon zu lösen. Die Gründe, warum wir unser Leben mit Menschen und Verpflichtungen beladen, die uns eigentlich nicht angenehm sind, sind unterschiedlich. Das Gefühl, gebraucht zu werden und wichtig und beliebt zu sein, das Gefühl unentbehrlich zu sein, Routine oder feste Strukturen. Löse Dich von diesen Mustern, und finde für Dich heraus, was Du wirklich willst und was in Deinem Leben für Dich alleine wertvoll und glückbringend ist.
  • Richte Dein Zuhause ein, gestalte Dir Deinen Wohnraum ganz so, dass Du Dich wohl und sicher zu Hause fühlst. Dein Zuhause ist Deine Basis; Du wirst als Single vermutlich mehr Zeit alleine in Deiner Wohnung verbringen, daher solltest Du Dir Deine Wohnung so einrichten, dass Du Dich gerne in ihr aufhalten möchtest.
  • Tu Dir etwas Gutes. Egal, ob für eine bestandene Prüfung oder aber einen furchtbaren Tag am Arbeitsplatz. Wenn es keinen Partner gibt, der Dich jetzt in den Arm nehmen kann oder aber stolz die Flasche Sekt herausholt, musst Du das selbst tun. Natürlich ist das nicht dasselbe, aber bevor Du anfängst, darunter zu leiden, dass niemand da ist, der sich um Dein Wohlergehen kümmert, tu es doch einfach selbst.
  • Überhaupt ist das Thema, sich etwas wert zu sein, ein ungemein wichtiges. Nehmen wir das Thema Ernährung. So viele Singles verteidigen eine einseitige Ernährung, nicht selten sogar Fertigprodukte, mit dem Satz: „Ach, das lohnt doch nicht, für mich alleine zu kochen.“ Heißt das, Du alleine bist es nicht wert, etwas Gutes zu essen? Darfst Du nur dann gut essen, wenn ein Partner an Deiner Seite ist? Kochen lohnt sich für den Partner schon, für Dich aber nicht? Ich hoffe, Du merkst, worauf ich hinauswill. Denn bei solchen Kleinigkeiten wird schnell klar, wie wenig Du Dir als individuelle Person wert bist. Dabei handelt es sich um ein wesentliches Thema, denn sich selbst wahrzunehmen und wertzuschätzen, ist etwas unglaublich Wichtiges. Warum probierst Du nicht einmal ein neues Rezept aus einem besonderen Kochbuch für Dich alleine aus? Oder backst Dir einen Kuchen, den Du besonders gerne magst? Kaufst Dir viel leckeres Obst auf dem Markt und stellst Dir eine schöne Obstschale auf den Tisch?
  • Ebenso das Thema, sich für sich selbst fit und attraktiv zu halten. Es spricht ja nichts dagegen, am Sonntag in Jogginghose und Shirt in der Wohnung herumzuhängen – aber es spricht auch nichts dagegen, sich für sich selbst chic zu machen. In der Kleidung die Du selbst schön findest, fühlst Du Dich sicherer und selbstbewusster – und das wirkt auch nach außen. Auch die sportliche Fitness sollte nicht von einem Partner abhängig sein. Ganz einfach ausgedrückt geht es darum, sich in seinem Körper wohl zu fühlen, und zwar unabhängig davon, ob ein Partner Dich bestätigt oder Du Dich selbst im Spiegelbild klasse findest.
  • Sei selbstständig. Es kann ein tolles Gefühl sein, zum ersten Mal selbst mit einer Bohrmaschine ein Regal anzubohren, Winterreifen zu wechseln, den Computer einzurichten oder sein Lieblingsessen zu kochen. Du brauchst keinen Partner dafür – auch wenn es sich vielleicht in Deiner letzten Beziehung so angefühlt hat. Versuche es einfach einmal …
  • Genieße die Unabhängigkeit: Als Single bist Du frei, Du musst Dich nach niemandem richten, Du kannst Dein Leben selbst in die Hand nehmen und musst Dich vor niemandem rechtfertigen. Freiheit ist wichtig für unsere Entwicklung, denn nur dann können wir vielleicht wirklich herausfinden, was für ein Leben wir uns für uns vorstellen. Nur wenn wir alleine sind, können wir uns ausschließlich mit uns selbst beschäftigen. Es gibt niemanden, der uns mit Sätzen wie „Das geht doch aber nicht“ oder „Eigentlich wollten wir doch …“ konfrontiert; nutze diese Momente, um Deine Freiheit zu genießen.
  • Singles müssen keine Kompromisse eingehen, sie können alleine entscheiden, was sie machen wollen oder nicht (zumindest auf privater Ebene).
  • Als Single hat man viel mehr Zeit für seine Freunde und Bekannten als in einer Partnerschaft. Intensiviere, pflege und genieße diese Beziehungen.

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Alleinerziehende kennt man. Man versteht sie zwar nicht immer 100%, aber jeder kennt die ein oder andere Alleinerziehende. Es gibt sie in allen Farben und Formen, Klassen und Altern. Und man kann wahrscheinlich in etwa nachvollziehen, mit was für Herausforderungen sie so tagtäglich zu tun haben. Also im Großen und Ganzen jedenfalls. Aber wie ist es mit der kleinen, feinen und relativ unsichtbaren Gruppe der „Alleingebärenden“, der Frauen, die ohne festen Partner eine Schwangerschaft erleben? Ich glaube nur die wenigsten können sich vorstellen wie es ist ohne Partner schwanger zu sein. Und daher dachte ich, ich gebe euch mal einen kleinen Einblick wie das so ist, bzw. sein kann.

Nein, das hier soll kein Jammer-Posting werden a la „guckt mal her wie schlimm ich es habe“ denn es sind, wie ihr sehen werdet, echt nicht nur schlechte Dinge. Zugegeben, auch bei der zweiten Schwangerschaft habe ich keinen wirklichen Vergleich wie es ist mit einem Partner schwanger zu sein, aber ich habe es durch viele Bekannte immer wieder (immerhin halt aus zweiter Hand) miterlebt.

Aber ich sehe viele Partnerschaften, die anlässlich einer bestehenden Schwangerschaft erstmal ziemlich auf die Probe gestellt werden. Schuld daran sind die verschiedenen Empfinden von Männlein und Weiblein. Während die Frau (buchstäblich) mit Haut und Haaren Mutter wird und quasi in jedem Augenblick an jedem Tag damit konfrontiert wird, so ist der Mann doch erstmal außen vor. Das bringt auch verschiedene Erwartungen hervor. Nicht selten gibt es da Vorwürfe wie „sie denkt nur noch an die Schwangerschaft“ oder „er ist so uninteressiert, dabei war es doch ein Wunschkind.“ Damit habe ich zum Beispiel nichts zu tun. Ich erwarte nichts und kann auch nicht enttäuscht werden. Das ist eine recht simple Situation und eher unemotional, aber wenn ich mir so manche Kommentare schwangerer Frauen bzgl. des emotionalen Einsatzes der werdenden Väter anhöre, find ich das manchmal gar nicht so schlecht.

Ganz praktisch gesehen vermisse ich schon manchmal eine helfende Hand. Zum Einkäufe schleppen, Wasserkästen in den 2. Stock kriegen oder Müll rausbringen. Auch kann ich nicht sagen „ich bin schwanger, putz du mal bitte den Keller/das Treppenhaus…“. Andererseits kann ich mich auch nicht darüber ärgern, dass man(n) mich diese Dinge machen lässt, obwohl ich schwanger bin. Es ist halt so. Nobody to blame.

Klar wäre es manchmal schön sich gemeinsam mit einem Partner auf den Nachwuchs zu freuen. Aber ganz ehrlich…ich freue mich auch so ganz arg, und auch mit der Perle, den werdenden Großeltern und vielen lieben Freunden kann ich mich sehr gut freuen. Und: Ich muss nicht beleidigt sein, wenn die Freude des Partners nicht so ausfällt wie ich sie mir vorgestellt hätte.

Stichwort Hormone. Einerseits muss ich mich nicht mit einem hormonell verwirrten Mann herumschlagen, andererseits motzt auch keiner rum (und ist beleidigt), wenn ich hormonell bedingt einfach mal schlechte Laune habe. Andererseits gibt es auch keinen, der mich „trotzdem lieb hat“…der mich tobendes hormonelles Etwas dann einfach in den Arm nimmt und sagt „wird schon wieder.“

Thema Geburt. Ich habe das Glück, dass mir gleich mehrere Freunde angeboten haben mich zu begleiten. Als die Perle auf die Welt kam, war der Gang vor dem Kreißsaal voll mit lieben Menschen, die mich unterstützt haben. Also ich kann wirklich nicht sagen, dass ich da jemals „alleine“ war. Ganz im Gegenteil. Und hier ist auch wieder die Sache mit den Erwartungen…da war kein Partner, der mich hätte hängen lassen können. Ich hab es genommen wie es kam und mich über die Unterstützung gefreut, die ich erfuhr. So werde ich das auch dieses Mal wieder machen. Dennoch denke ich, dass dieses Erlebnis, wenn man es mit seinem Partner teilt, schon etwas sehr Intimes und Schönes sein kann.

Ich habe alleine halt wenig Gelegenheit um einfach mal zu jammern. Generell habe ich ja nunmal „diese Entscheidung getroffen“ also muss ich damit jetzt auch klarkommen…so mein eigenes Empfinden. Daher mache ich die ganzen kleinen und großen Schwangerschaftszipperlein halt auch eher mit mir alleine aus. Ich informiere maximal, ok manchmal gibt es auch einen Schwangerschafts-Mimimi-Tweet aber generell halte ich es halt aus. Da wäre es manchmal ganz nett einfach mal hemmungslos jammern zu können, ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn der Bauch ziept, die elenden Pickel nerven, die Haare ausgehen und einem vom Weichspüler-Geruch das Frühstück wieder hochkommt. Das einfach mal rauszuhauen und als Antwort vielleicht einfach mal ne halbe Stunde den Kopf gekrault oder die Füße massiert zu bekommen…ja, das wäre schön.

Generell schaue ich manchmal etwas neidisch darauf, wenn andere Schwangere rührend umsorgt werden. Bekocht, massiert, gekuschelt, ausgehalten. Für mich fährt nachts um zwei keiner zu McDonals und kauft mir nen Erdbeer-Shake. Wie gut, dass ich Nachts um zwei auch noch nie das Bedürfnis danach hatte. Aber ich würde es manchmal einfach gern haben dürfen können. Andererseits bin ich halt eben self-sufficient. Und mal ehrlich: Man schafft es halt auch ohne. Das Wertschätzungsgefühl ist halt manchmal etwas anders, aber hey…ich glaub ich würde mich noch blöder fühlen wenn ich einen Partner hätte und trotzdem nicht umsorgt zu werden. Ich glaube dann hab ich lieber einfach gar nicht die Chance.

Ein weiterer Vorteil: ich muss mich nicht abstimmen. Ich will dieses Jahr noch einen Geburtsvorbereitungskurs machen? Dann mach ich den. Ich will keine gegenderten Klamotten für das Kind? Ok. Ich will einen Doppelnamen? So be it. Ich möchte ein bestimmtes Krankenhaus und eine bestimmte Hebamme? Jo. Mein Wunsch ist die einzige Regel. Das ist manchmal ganz nett…aber kann auch anstrengend sein, denn so treffe ich halt auch alle Entscheidungen alleine. Es gibt aber auch keine mehr oder minder gerechte Aufgabenverteilung…es gibt einfach gar keine. Was gemacht werden muss mache ich halt. Dinge beantragen, besorgen, planen, vorausdenken, abhaken…alles mein Bier.

Generell kann ich mich aber wirklich nicht beschweren, dass ich mich jemals wirklich allein gefühlt hätte in dieser Schwangerschaft. Oder in der letzten. Meine Eltern, mein Bruder, meine Freunde (naja, die meisten halt), viele Bekannte und ja, auch ihr, meine lieben Leser, haben/habt es quasi unmöglich gemacht, dass ich mich je alleine fühlen könnte. Das ist total schön. Da nimmt der Besuch den Müll mit auf dem Weg nach draußen (weil ich mich dabei übergeben müsste), da kriege ich Einkaufs-Tipps für günstige Babysachen, superliebe Pakete in der Post, allerlei schicke Umstandsklamotten, das Angebot mir die Fußnägel zu schneiden oder die Beine zu rasieren, wenn ich es nicht mehr kann und und und. Dazu quasi tägliche Nachfragen bezüglich meines Befindens aus allen erdenklichen Richtungen. Nein, über das Alleine-sein beschweren kann ich mich wirklich nicht.

Dennoch habe ich manchmal Momente, wo ich kurz verschnaufen muss, wo ich kurz für mich sein muss. Manchmal muss ich explodieren und hemmungslos heulen, weil ich müde bin von all den Fronten, an denen ich manchmal gefühlt gleichzeitig kämpfe. Das muss dann raus und dann geht es wieder…das heißt auch nicht, dass ich dann total traurig wäre oder so, es ist einfach eine Art Ventil. Manchmal muss ich auch einfach 12 Stunden schlafen oder 12 Stunden nicht funktionieren müssen. Einfach im Bett liegen und mich von den Gilmore Girls berieseln lassen. Keinem beweisen, dass es mir wirklich in echt gut mit der Situation geht. Nix erklären, nix beschwichtigen, nix relativieren. Einfach nur ich sein, es gut sein lassen. Den Bauch streicheln. Der Perle 2873 Bücher vorlesen. 2345 Runden Uno spielen. Etwas Ausgefallenes backen. Mit der Perle laut „One Moment in Time“ singen. Pizza im Bett essen und Disney-Filme gucken.

Diese Momente halten selten lange an. Aber ich finde, sie sind legitim. Und ich genieße sie auch. Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass mir die „praktischen“ Nachteile des Alleingebärens viel mehr zu schaffen machen als die emotionalen. Letztere sind wirklich no big deal. Aber wenn ich allein an die ganzen Anträge NACH der Geburt denke, wenn ich mich doch eigentlich im Wochenbett befinden sollte, dann schaudert es mir schon. Ich bin mir noch nicht so ganz sicher wie ich das stemmen soll, für vieles muss man wohl sogar persönlich erscheinen (und ich habe null Ahnung wie das gehen soll). Aber darum kümmere ich mich auch noch und auch dafür wird es irgendwie eine Lösung geben. Gab es bisher immer. Eine Erkenntnis, die ich hart erlernt habe, an die ich mich aber immer wieder auf’s Neue klammere, wenn der Sorgenberg mal wieder viel zu groß erscheint oder der Teufel auf der Schulter mal wieder zu laut jammert und schimpft.

Ich hoffe ich konnte ein wenig erklären, mit was für Dingen Alleingebärende so konfrontiert werden. Und ich hoff ich konnte euch überzeugen, dass wirklich nicht alles schlecht oder irre traurig ist. Es ist sicherlich nicht die optimale Situation, aber auch kein Grund todtraurig zu sein. Aber es ist auch eine Chance echte Loyalität, echte Freundschaft und echte Anteilnahme zu erfahren. Das sind echte Sonnenstrahlen, die ich vielleicht nie gesehen hätte, wenn es nicht hier und da manchmal regnen würde. Und: Man kann sich halt auch selbst überraschen mit einer Kraft und einer Stärke, die man sich am Anfang vielleicht gar nicht zugetraut hätte. Mich hat diese Rolle sehr selbstbewusst gemacht und auch irgendwie stolz. Denn diese kleine Familie hier, die ist halt auf meinem Mist gewachsen. Ich bin die Löwenmama, das ist mein Ding. Punkt.

31.01.2018

Inhalt

Dauersingle – Was stimmt eigentlich nicht mit mir? Single Coach Marie aus Hamburg hilft Dauersingles dabei, herauszufinden, warum sie Single bleiben, obwohl sie sich schon lange nach einer sehnen.

 

Dauersingle: Warum finde ich keinen Partner?

aus Hamburg (32) war sechs Jahre lang Single. Die ersten ein, zwei Jahre war noch alles fein, nach dem Ende einer Beziehung muss man sich eben erst wieder fangen, dachte sie. Doch irgendwann fühlte Marie sich wieder bereit für eine neue Liebe und begann, nach einem passenden Mann Ausschau zu halten. Leider tat sich nichts.

Irgendwie ist echt nichts passiert. Ich hatte zwar Dates, hab‘ mich auch bei angemeldet und immer mal wieder Männer getroffen, aber gepasst hat es nie“, berichtet Marie. „Irgendwann dachte ich, das kann doch echt nicht sein, dass die Liebe einfach nur Schicksal ist, und habe begonnen, mich intensiv damit auseinanderzusetzen, woran es liegen kann, dass ich keinen Partner finde. Ich habe mich mit einer Psychologin unterhalten, habe dutzende Ratgeber gelesen, mich mit vielen Freunden zu dem Thema unterhalten und so schließlich erkannt, in welchen Mustern ich mich verfangen hatte.

Single-Bloggerin Marie aus Hamburg war sechs Jahre lang Single. Inzwischen lebt sie in einer glücklichen Beziehung.Single-Bloggerin Marie aus Hamburg war sechs Jahre lang Single. Inzwischen lebt sie in einer glücklichen Beziehung.
Foto: privat

Eines von Maries Single-Mustern war zum Beispiel, dass sie immer dann, wenn sie einen attraktiven Mann traf, eher auf den Boden sah, als offen mit ihm zu kommunizieren. „Mit Männern, an denen ich kein Interesse hatte, lief alles ganz locker, die mochten mich, aber wenn ich einen Mann echt gut fand, hakte es. Genau daran habe ich unter anderem gezielt gearbeitet.“

 

Die häufigsten Gründe fürs Dauersingle sein

Aus Maries Erfahrung gibt es vor allem drei Gründe dafür, dass jemand über lange Zeit hinweg bleibt:

Grund Nr. 1: Du läufst dem Falschen hinterher

„Du lernst jemanden kennen und auf den ersten Blick scheint er der perfekte Kandidat. Ihr versteht Euch gut, habt ähnliche Interessen und Einstellungen. Aber so richtig perfekt entwickelt es sich leider doch nicht zwischen Euch. Er scheint Dich zu mögen, aber er macht auch nicht den Eindruck, als ob er erkannt hat, dass Du sein 6er im Lotto bist.

Wenn Du merkst, dass Du Dir über das Verhalten eines Mannes zu viele Gedanken machen musst oder in Eurer sich anbahnenden Beziehung Du die treibende Kraft zu sein scheinst, rate ich Dir: Lass los und investiere Deine Zeit und Energie lieber darin jemanden Neues kennenzulernen. Es sind ausreichend auf dieser Welt vorhanden. Und darunter sind auch genug, die nur auf eine Frau wie Dich warten.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist jemanden, den man mag, loszulassen. Insbesondere wenn man nur alle paar Monate einen Mann kennenlernt, für den man sich interessiert und der ebenfalls Interesse zeigt. Aber dieser Mann wird Dich langfristig nicht glücklich machen! Wenn Du Dir schon in der Kennlernphase zu viele Gedanken machen musst, dann wird es in einer Beziehung nicht besser.

Fazit: Wenn es sich nicht gut anfühlt – NEXT! Es gibt genug Männer dort draußen, aber die wirst Du nicht kennenlernen, wenn Du Deinen Fokus auf den Falschen richtest.“

Grund Nr. 2: Du hängst noch an Deinem Ex-Partner

„Du hängst noch an Deinem oder der Idealisierung Deiner Ex-Beziehung. Egal, ob Du die Beziehung beendet hast oder er, kein Mann scheint an deinen Ex-Partner ranzukommen. Männer, die Du kennenlernst, bringen vielleicht ein paar passende Eigenschaften mit, aber so perfekt wie er scheint keiner.

Leider neigen wir dazu die Vergangenheit schöner und besser abzuspeichern als sie letztlich war. Nicht zu vergessen, dass das Bild von der vergangenen Beziehung das Bild einer vertrauten und eingespielten Verbindung ist. Diese Verbindung muss sich jedoch mit jemanden Neues erst einmal entwickeln. So aufregend die anfängliche Kennlernphase ist, so anstrengend ist sie jedoch auch.

Fakt ist jedoch: Es sollte einfach nicht so sein. Warum es nicht geklappt hat, spielt jetzt keine Rolle mehr, denn es hat nicht geklappt. Dafür hast Du jetzt die Chance, eine noch viel bessere Beziehung zu finden und neu anzufangen. Gib einem neuen Mann die Chance, Dich von anderen Qualitäten zu überzeugen, als die, die Du bisher als ideal angesehen hast und lass Dich überraschen.“

Grund Nr. 3: Du sortierst so gut aus, dass niemand mehr überbleibt

„Du sortierst so gut aus, dass niemand mehr überbleibt, oder hast das Gefühl, nur die Männer anzuziehen, die Du nicht willst. Wer länger als gewollt Single ist, sabotiert seine Partnersuche oft selbst durch. Ursache hierfür sind oft ein sowie Altlasten, die noch unbewusst in uns arbeiten.“

Grund Nr. 4: Du hast keine Dates

„Du hast keine, weil Du keine Männer kennenlernst oder zu schüchtern bist. ‚Träume gehen in Erfüllung, wenn man selbst etwas dafür tut!‘ hat der Schauspieler Morgan Freemann einmal gesagt. Wer hat eigentlich behauptet, dass das Schicksal über entscheidet? Egal bei was Du im Leben bereits Erfolg hattest, war das nur Glück oder hast Du etwas dafür getan?

Wer glaubt, dass er keinen Einfluss auf die Dinge in seinem Leben hat, übergibt die Kontrolle dem Zufall und macht sich machtlos. Liebesglück ist keine Laune des Schicksals!

 

Frag Marie: Wie Marie jetzt anderen Singles hilft

Marie hat schließlich einen neuen Partner gefunden. Die Beziehung hielt auch zwei Jahre. Dann zog Marie allerdings einen Schlussstrich, sie hatte das Gefühl, noch nicht ganz den passenden Partner an ihrer Seite zu haben, hatte sich zu sehr weiterentwickelt. Jetzt ist sie seit einem halben Jahr mit einem neuen Mann zusammen, mit dem sie die Leidenschaft fürs Kitesurfen teilt. Sie lernten sich beim Kiten in Dänemark kennen, in einem Moment, in dem Marie so gar nicht damit gerechnet hatte.

Ihr Wissen aus der langen Single-Zeit gibt Marie jetzt mit ganz viel Herzblut an andere Dauersingles weiter, die ebenfalls nach der Liebe suchen und verzweifeln, weil sie einfach keinen passenden Partner finden.

Auf meiner Seite berichte ich ganz viel aus meiner Single-Zeit und erzähle in Texten und, was mir geholfen hat, als Dauersingle nicht zu verzweifeln und was wichtig ist, um zu erkennen, warum genau du keinen passenden Partner findest. Der Podcast verbindet Wissen und Inspiration rund um das Thema Liebe und Single-Sein mit Experteninterviews und Coachingtipps zur Selbsthilfe.“

Abgerundet wird Marie’s Single-Blog durch ein sechswöchiges Coaching-Programm, mit dem sie anderen Singles gezielt dabei helfen möchte, herauszufinden, woran es in der Liebe hakt und wie sie dem Schicksal auf die Sprünge helfen können.

In diesem Video kannst du einen kurzen Ausschnitt aus Marie's Single-Podcast hören:

 

 

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3 Comments

Zahra Doejune 2, 2017
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